Wir haben uns vom Projekt „Wallpaper for Refugees“ inspirieren lassen und unsere eigenen Plakate entworfen: Begriffe, die Flüchtlingen einen Wortschatz für ihren Start in Österreich mitgeben, werden illustriert und auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Farsi und anderen Sprachen beschriftet.
Auch wir wollten einen Beitrag leisten, um Begegnungen zu fördern und das Lernen von Sprachen zu ermöglichen!
Am Anfang war die Geschichte „Der Hühnerdieb“, ein Bilderbuch ohne Text von Béatrice Rodriguez. Wir haben die 10 wichtigsten Wörter der Geschichte herausgefunden und sie in einem Raster niedergeschrieben. Dann haben wir die Sprachen der Klasse in den Raster hinzugefügt. Danach haben die Kinder die Wörter in ihrer Muttersprache geschrieben. Der Raster gab Anlass zu vielen spannenden Bemerkungen, z.B. dass tschetschenische Buchstaben manchmal wie Torten aussehen, dass man Arabisch von rechts nach links schreibt, dass Finnisch oder Kurdisch gar nicht schwer und einfach cool sind oder dass auch Sprachen miteinander verwandt sein können! Wir Lehrerinnen haben den Raster digitalisiert und bunte Kärtchen mit den verschiedenen Wörtern hergestellt. Die Kinder haben in Gruppen Bilder zu den Schlüsselwörtern gemalt und die Kärtchen um die Bilder geklebt. So entstand ein mehrsprachiges Bild-Wörterbuch.
Anschließend haben die Kinder eine Seite der Geschichte in ihrer Muttersprache erzählt. Da wir uns intensiv mit den Wörter beschäftig hatten, klangen die Sprachen nicht mehr so fremd und wenn wir ein Wort erkannt haben, war es so, als ob wir einen Freund getroffen hätten.
Hier eine kleine Kostprobe auf Russisch und Italienisch
Die 1B nahm im Rahmen des BE-Unterrichts an einem von der Asylkoordination Österreich veranstalteten Workshop zum Thema „Flucht“ teil. Im Rahmen des Workshops „Afghanische Drachen am österreichischen Himmel“ gab der junge afghanische Flüchtling Ali seine Drachenbau-Kenntnisse an die SchülerInnen weiter und erzählte über sein Leben und seine Erfahrungen als Flüchtling. Der Workshop wurde von Herbert Langthaler begleitet und durch einen allgemeinen Input zu den Themen „Flucht, Asylsystem und Afghanistan“ umrahmt und ergänzt.
Für Kinder und Jugendliche im Mittleren Osten ist Drachensteigen eine beliebte und billige Freizeitaktivität. Hier in Österreich sind die Drachen auch Erinnerung an die verlorene Heimat. Das unter den Taliban verbotene Drachensteigen wird außerdem als Symbol für die Freiheit gesehen. Das gemeinsame Drachenbauen bot unseren Schülerinnen einen Einstieg in das Thema, eröffnete Einblick in die Lebensrealitäten in Afghanistan und als Flüchtling und machte nebenbei auch noch ungemein Spaß! Danke auch an Ali aus der 6. Klasse, welcher uns beim Workshop unterstützte.
Da uns gelungene Elternarbeit ein großes Anliegen ist, finden wir es wichtig, die Eltern nicht nur bei Problemen oder an Elternsprechtagen, sondern auch öfter einmal in einem ungezwungenen Rahmen, in die Schule einzuladen.
Am 13.1. 2017 ermöglichte das Spielefest von Ludovico den Kindern und deren Familien zum wiederholten Male einen abwechslungsreichen Nachmittag. Von 16:00-18:00 Uhr konnten die Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern und Geschwistern spannende, neue Gesellschaftsspiele entdecken. Die bunte Mischung aus Bewegungs-, Geschicklichkeits-, oder auch Reaktionsspielen begeisterte die Familien und so war die Aula den gesamten Nachmittag lang eine lebhafte Spielewiese. Durch die Familien wurde somit eine Vielzahl unterschiedlicher Sprachen gesprochen. Die Kinder und Eltern konnten in ihrer Muttersprache oder auch in anderen Fremdsprachen neue Gesellschaftsspiele lernen und mit anderen Familien in Austausch treten.
A. Friedrich/A. Oprešnik
Die 1A, 1B und 1C Klasse löst regelmäßig zu Themen des Sachunterrichts den Klassenunterricht auf und bildet Lernstationen, bei denen auch immer die Muttersprachen der Kinder gefragt sind.
Bei jeder Lernstation wird das Thema anders aufbereitet. Auch die Muttersprachenlehrerinnen sind in das Unterrichtsgeschehen eingebunden. An diesen Tagen geht es in der Schule recht lustig zu. Alle Klassenräume und Gänge werden zum Lernen genutzt. Auch im Turnsaal gibt es eine Station.
Für Anschauungsmaterial wie Bücher, Bilder, Stofftiere, Rätsel und vieles mehr ist gesorgt. So macht Lernen neugierig auf Neues.
Auch mit neuesten Unterrichtsmitteln wird gearbeitet. Mittels PC und Beamer werden die Kinder über Sachinhalte informiert. Im Unterricht werden Erfahrungen ausgetauscht. Gemeinsam lösen die Kinder gestellte Fragen, denken nach und halten Ergebnisse auf Arbeitsblättern fest.
Im Rotationsprinzip kommen unsere Klassen, jeweils am Freitag, in den Genuss einer besonderen Stunde – der Bibliothekstunde.
Diese wird immer sehr abwechslungsreich gestaltet. Besonderes Augenmerk wird auf die unterschiedlichen sprachlichen Voraussetzungen der SchülerInnen gelegt.
So gab es kürzlich zum Beispiel eine unterhaltsame Stunde mit dem „Kamishibai“, einem japanischen Bilderbuchtheater.
Ein weiteres Highlight war die Bücherkiste, die mit Büchern in den verschiedenen Muttersprachen der Kinder bestückt war. So konnte jedes Kind ein Buch in seiner Muttersprache finden, bekam Zeit um darin zu schmökern und sich mit anderen Kindern darüber auszutauschen. Zum Abschluss wurde noch ein Bild zum jeweiligen Buch gezeichnet.
Um den SchülerInnen einen Einblick zu geben, wie eine Buchvorstellung gestaltet werden kann, wurde exemplarisch ein Buch auf Bosnisch vorgestellt. Im Anschluss erfolgte dann auch eine Erläuterung auf Deutsch, doch mit diesem Beispiel sollten die Kinder ermutigt werden, sich durchaus auch einmal an ihre Muttersprache zu halten, sollte ihnen das leichter fallen. Wir freuen uns auf abwechslungsreiche Buchpräsentationen.
A. Friedrich/A. Oprešnik

Am Dienstag, den 14.Februar 2017 besuchte uns „Zusammen Österreich“ (Österreichischer Integrationsfonds) auf Initiative von Kunigunde Mechtler im Rahmen von VoXmi im GRG11 Gottschalkgasse.

Die SchülerInnen und Schüler von VoXmi, Frau Direktorin Bouvier, einige LehrerInnen sowie die Klassen 7A und 7B hörten gespannt die persönlichen Erfolgs-Geschichten der drei IntegrationsbotschafterInnen aus Nigeria, der Türkei und aus Afghanistan.
Die SchülerInnen waren beeindruckt von den Lebenswegen der drei BotschafterInnen .
Im Anschluss war Platz für Fragen und viele der SchülerInnen erzählten von ihren persönlichen Erfahrungen zur Integration und Migration.

Für die heurige Safer Internet-Veranstaltung am 15. Februar 2017 am BRG Kepler wurde die Einladung in sechs Sprachen ausgeteilt. Und auch an der Veranstaltung selbst, die von rund 90 Besucher/innen (Eltern, Lehrkräften und Schülern) besucht wurde, nahmen die ehrenamtlichen Übersetzerinnen und Übersetzer teil, um bei Bedarf direkt vor Ort zu dolmetschen.
Am Bundes-Blindenerziehungsinstitut (BBI) haben junge Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, ein „schulisches Zuhause“ gefunden. Einige von ihnen haben in ihren Heimatländern nicht die Möglichkeit erhalten, eine schulische Ausbildung in Anspruch zu nehmen. So erhalten sie erst jetzt in Deutsch als Fremdsprache die Chance aus dem Analphabetismus auszubrechen.
Im Rahmen der Weihnachtsfeier 2016 haben einige Schülerinnen und Schüler auch einen Beitrag geleistet um ihre Fortschritte zu zeigen.
Sie präsentierten eine kleine Auswahl an Texten in ihrer jeweiligen Erstsprache und Deutsch. In dem kurzen Tondokument, das während der Feier aufgezeichnet wurde, hören sie folgende Sprachen:
Arabisch, Russisch, Farsi, Punjabi und Deutsch.
Wir wollten nicht nur wissen, welche Sprachen die Schülerinnen und Schüler in der Nachmittagsbetreuung können, sondern auch herausfinden, welche Sprachen wir (voneinander) lernen wollen.
Sprachkurse sind schon geplant!