Mitte Oktober fand an unserer Schule eine zweisprachige Lesung unserer Absolventin Luna Al-Mousli aus ihrem Buch „Eine Träne. Ein Lächeln. Meine Kindheit in Damaskus.“ statt. Schon vor der Lesung wurde das auf Arabisch und Deutsch verfasste Buch von den Schülern/innen der 5B als Klassenlektüre gelesen. Die Beschäftigung der Thematik des Buches erfolgte nicht nur in Deutsch, sondern auch in anderen Unterrichtsgegenständen. So wurden in BE einige der Textpassagen des Buches gemalt und anschließend ausgestellt und in Musik wurde das arabische Lied „Layaly al-ons fi Vienna“ von den Schülern/innen der 4A einstudiert. Die bewegende arabisch-deutsche Lesung und die anschließende Diskussion mit der Autorin zum Thema Migration wurden durch ein tolles Rahmenprogramm begleitet. Neben einer eindrucksvollen Performance der Praxisklasse 5B und der Präsentation des schon zuvor genannten arabischen Liedes, gab es außerdem noch ein syrisches Buffet, welches diesen wunderbaren Kulturen und Sprachen verbindenden Abend auch noch kulinarisch unterstrich.
Am Samstag, dem 12.11.2016 konnte sich voXmi am Tag der offenen Tür allen zukünftigen Eltern und SchülerInnen vorstellen.
Auf Schautafeln und mit kleinen Filmen wurden die Ziele von voXmi dargestellt und Einblick in die Arbeit bereits gemachter und zukünftiger voXmi-Projekte geboten.
Dass auch an einem Realgymnasium Sprachenvielfalt und das Bemühen um ein gutes Zusammenleben in Vielfalt einen wichtigen Stellenwert besitzen, hat manche Eltern zwar überrascht, ist aber gleichzeitig oft auf sehr positive Resonanz gestoßen.
Am 4. und 5. Oktober trafen sich die voXmi-Schulen anlässlich der IKM-Tagung zu Flucht und Asyl in Leoben.

voXmi-Bundesvernetzungstreffen im Vorfeld der Tagung: wir treffen uns in Gesellschaft der Rektoren der Montanuniversität Leoben im Sitzungszimmer des Rektorats.
Unsere beiden steirischen voXmi-Bundeslandkoordinator/innen Katharina Lanzmaier-Ugri und Stephan Schicker eröffnen gemeinsam mit Elfie Fleck (BMB) die Tagung.
Es lohnt sich das Programm zu lesen, auch wenn man selbst nicht dabei war. Die Tagung gibt profunde Einblicke in alle Facetten der Arbeit von Schulen im Kontext der aktuellen Flüchtlingskrise.
Selten zuvor waren so viele Menschen weltweit auf der Flucht, legt Petra Wlasak in ihrem Eröffnungsvortrag offen. Obwohl nur ein Bruchteil dieser Menschen nach Europa kommt, sind wir in unserer Gesellschaft und vor allem auch in unseren Schulen stark gefordert, konstruktive Lösungswege auf Fragen zu finden, die uns selbst enorm viel abfordern.
Die Lebenssituation von Asylwerber/innen, die normativen Rahmenvorgaben des Asylrechts, Besonderheiten der muslimischen Welt, die Prävention von Radikalisierung, für das Thema passende Kinder- und Jugendliteratur, lokale Antworten auf globale Problemstellungen, bestehende Initiativen und Unterstützungsstrukturen …
All das sind Inhalte dieser wichtigen Tagung. Für das voXmi-Netzwerk ist es der Auftakt zum gemeinsamen Jahresthema „Flucht und Migration“.
Am 12. und 13. Oktober stellte Ursula Maurič im Rahmen von Leiter/innendienstbesprechungen voXmi in der Landessonderschule Mäder und in der NMS Klaus vor. Hier geht es zur Präsentation: voxmi_12-u-13-10-2016_feldkirch
Ein besonderes Highlight waren der Besuch bei den beiden Vorarlberger voXmi-Schulen in Oberau und Bludenz Mitte, die Gespräche mit den beiden Leiterinnen Dir. Christa Lissy-Rauch und Dir. Martine Durig sowie die Gespräche mit den beiden zuständigen Pflichtschulinspektorinnen der Bezirke Bludenz und Feldkirch. Mehrsprachigkeit ist für die beiden Leiterinnen ganz normaler Alltag. Diese Normalität zeigt sich im Ablauf der Lehrer – Elterngespräche, in der Gestaltung des Schulgebäudes, im gegenseitigen Respekt füreinander und im wertschätzenden Von- und miteinander Lernen.
Das Vorlesen von mehrsprachiger Kinder- und Jugendliteratur hat in der VS Oberau bereits Tradition. Begonnen hat es mit einer Initiative der Direktorin, den Kindern regelmäßig Texte vorzulesen. Diese Initiative wurde ganz rasch von den Eltern übernommen. Und nun hört man – vor begeistertem und zahlreichem Publikum – in der Bibliothek der Schule regelmäßig Geschichten in allen Sprachen der Kinder. „Wir haben nun das Problem, dass der Raum zu klein wird für alle, die dabei sein wollen“, erzählt Christa Lissy-Rauch. Ein toller Erfolg!
Ein wichtiger Gedanke, der im Gespräch mit einer Leiterin an einer Schule in Bludenz fiel, soll hier unbedingt angeführt sein: „Die Flüchtlingskinder an meiner Schule sind eine große Chance für die einheimischen Kinder, Mitgefühl, soziales Miteinander und Solidarität wieder zu lernen.“
Am 23.September 2016 wurden am BRG Kepler Gästen aus anderen voXmi-Schulen sowie aus der PH Wien und der PH Steiermark die voXmi-Aktivitäten der letzten Jahre präsentiert.
Obwohl das BRG Kepler seinen Schwerpunkt in den Naturwissenschaften und in der Informatik hat, sind auch Sprachen von großer Bedeutung. Neben den Schulsprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Latein und Spanisch werden auch die Herkunftssprachen unserer SchülerInnen wertgeschätzt und als zusätzliche Kompetenz verstanden. So nehmen seit letztem Jahr SchülerInnen am mehrsprachigen Redewettbewerb „Sag’s Multi“ teil.
Auch die Förderung der Bildungssprache Deutsch ist uns ein Anliegen, sollen doch möglichst viele SchülerInnen befähigt werden, die Reifeprüfung abzulegen.
Ein weiteres wichtiges Thema der voXmi-Projekte ist und war interkulturelles Lernen, das zu unterschiedlichen Themenbereichen stattfand.
Und natürlich erwerben unsere SchülerInnen dabei auch Medienkompetenz: IT, Video und Radio sind Medien, die bei voXmi genutzt wurden.
Unsere Gäste konnten sich zusätzlich zwei Unterrichtseinheiten zur Mehrsprachigkeit und zum sprachsensiblen Fachunterricht ansehen. Statements von voXmi-SchülerInnen, Lehrerinnen sowie der Elternvereinsobfrau, Frau Dr. Zinko, rundeten das Bild ab:
voXmi ist am BRG Kepler eine Plattform, um unsere SchülerInnen auf eine sprachlich und kulturell diverse Welt vorzubereiten und ein Zusammenleben in Vielfalt an der Schule zu praktizieren.
Wir freuen uns über die Zertifizierung zur voXmi-Schule!
Mag. Franz Riegler – Direktor
Mag. Monika Propst-Yüce – voXmi-Koordinatorin
Am 2. und 3. September 2016 trafen sich voXmi Koordinator/innen und an voXmi interessierte Gäste aus Wien, Salzburg und der Steiermark beim voXmi-Bundessminar zum Thema „voXmi und Elternarbeit“ an der Pädagogischen Hochschule Wien.
Bereits in der Vorstellungsrunde wurden brennende und aktuelle Fragen zur Schulentwicklung in Bezug auf Mehrsprachigkeit im Zusammenhang mit unserem Schwerpunktthema 2016/17 „Flucht und Migration“ angerissen
Der anschließende Impulsvortrag von Frau Mag. Zehra Gümüs (Schulpsychologin des ÖZPGS, Klinische und Gesundheitspsychologin, Bildungsministerium) zu Elternarbeit, angereichert mit zahlreichen persönlichen Erfahrungen und praktischen Beispielen, führte zu einer lebendigen Diskussion zum Thema Elternarbeit und Schulentwicklung .
Den letzten Teil des ersten Seminartages bildete ein Rückblick auf das vergangene Schuljahr und ein Ausblick in die voXmi- Zukunft.
Am zweiten Seminartag, am Samstag, trafen wir uns im Tagungsraum des Büros der „edugroup“ in der Schulerstraße im 1. Bezirk.
Die voXmi Koordinator/innen stellten ihre Schulen vor und vor allem, wie das Schwerpunktthema „Elternarbeit“ im letzten Schuljahr umgesetzt wurde und weitergeführt wird.
Ein kurzer Vortrag von Katharina Lanzmaier-Ugri „Gedanken zum Thema – Kooperation mit Eltern in einem mehsprachigen Umfeld“ rundete unser letztes Jahresthema 2015/16 ab.
Stephan Schicker und Erika Hummer stellten das neue Schwerpunktthema für das kommende Schuljahr „Flucht und Migration im Kontext von Mehrsprachigkeit“ vor. Auch Rassismus in den Schulen, Interkulturelle Kompetenzen von Lehrenden, und Global Citizenship wurden andiskutiert.
Bemerkenswert die Initiative einiger Wiener AHS, die ein Netzwerk „AHS und Flüchtlinge“ gegründet haben.
Die beiden Studierenenden der PH Wien und angehenden Lehrerinnen an NMS Arbnesa Kurtaj, Atdhetare Muji stellten ihre beeindruckenden Bachelorarbieten vor: „voXmi und die Entwicklung der Qualitätsbereiche von Schule: Unterricht und Kooperation mit Eltern. Ein Blick von außen.“ In ihren Arbeiten untersuchten sie u.a. die Rolle von mehrsprachigen Lehrkräften für einen sprachsensiblen Unterricht und die Qualität der Außenbeziehungen von Schule.
Ein herzliches Dankeschön an unsere Bundeskoordinatoren Ursula Mauric für die hervorragende Planung dieser Tagung.
(Stephan Schicker / Erika Hummer)
| Am 28. Juni 2016 fand die Zertifizierungsfeier des BG/BRG Dreihackengasse statt. Im Beisein der Landesschulinspektorin Mag. Birgit Schwarz, den Vertretern der PH Katharina Lanzmaier Ugri und Erika Hummer wurde an diesem Tag die Sprachenvielfalt der Dreihackengasse präsentiert und gefeiert. Highlights des Tages waren u.a. die Eröffnung durch den Singkreis mit einem mehrsprachigen Lied in allen Herkunftssprachen der Kinder der 1CM, ein Theaterstück zum Thema Mehrsprachigkeit, die Vorstellung von voXmi Projekten wie das Flüchtlingsprojekt der 6P, der Umfrage zu Mehrsprachigkeit der 5P, einer Sprachenlern- App im BOKS- Unterricht, Video-Clip-Stories, Sprachenportraits und einem mehrsprachigen Märchen. Nach der erfolgreichen Zertifizierung wurde die Veranstaltung von einem armenischen Volkslied abgeschlossen. |
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Bereits seit mehreren Jahren wird der Tag der Sprachen am Abendgymnasium in Graz aktiv begangen – kurz nach dem Semesterbeginn feiern wir die Vielfalt der Sprachen und rufen uns ins Gedächtnis, dass die 40 an unserer Schule gesprochenen Sprachen ein besonderer Reichtum sind, den es zu pflegen gilt.
Im Schuljahr 2015/16 bereiteten einzelne Studierende sowie modulübergreifende Gruppen vierzehn Einheiten vor. Aus den Kursräumen wurden Sprachräume, die auch mit entsprechenden Türschildern gekennzeichnet waren. Es gab feine Mini-Sprachkurse und Präsentationen über sprachliche Situationen und Verhältnisse in den Herkunftsländern. Besonderer Beliebtheit erfreute sich wie in jedem Jahr das Erlernen eines kurzen Liedes.
Zu den Unterrichtsprozessen in der Zweit- beziehungsweise Fremdsprache fand am 11. April ein Schulentwicklungstag statt – in den Fachgruppen Deutsch, Psychologie und Philosophie, Englisch, Französisch, Mathematik, Geschichte, Geografie, Biologie, Latein, Physik, Chemie, Informatik, Bildnerische Erziehung und Musik fand ein Erfahrungsaus-tausch zu den bisherigen sprachsensiblen Aktivitäten statt. Im Plenum wurden sowohl Praxisbeispiele als auch Unterstützungsmaterialien vorgestellt – der zusätzliche Ankauf einschlägiger Literatur und Software wurde beschlossen. Frau Direktor Mag. Karin Wurzinger stellte das überarbeitete Verfahren in Deutsch und Mathematik für die Aufnahme an das Gymnasium vor.
Im Anschluss an die Notenkonferenz am 5. Juli 2016 werden die pädagogischen Fragen im Zusammenhang mit dem Lernen in der Zweit- beziehungsweise Fremdsprache für das nächste Schuljahr gemeinsam besprochen.
Für die Direktion ist voXmi wichtig, da es eine Vernetzung mit anderen
Schulen bedeutet und einen methodischen Austausch ermöglicht. Projekten
kommt dabei eine hohe Bedeutung zu.
Mag. Karin Wurzinger, Direktorin des Abendgymnasiums
Unsere Schule heißt GRG11 und befindet sich in der Gottschalkgasse 21 im 11.Wiener Gemeindebezirk (U3-Station Enkplatz). Seit ca.1 Jahr sind wir in der „VoXmi“-Community verankert und starteten „VoXmi“ mit einer Unverbindlichen Übung (1 WS) für die 2.Klassen, welche ich leite.
Die Kinder der Unverbindlichen Übung sind ca.12 Jahre alt und bringen 7 verschiedene Muttersprachen mit. Diese sind: BKS, Türkisch, Kurdisch, Vietnamesisch, Arabisch, Philippinisch (Tagalog) und Rumänisch.
Wir haben in diesem ersten Schuljahr Folgendes umgesetzt: T-Shirts mit dem Titel „Freund“ in den verschiedenen Muttersprachen bedruckt, Interkulturelles Buffet, am Tag der Offenen Tür „VoXmi“ anhand eines Spiels vorgestellt, Interkulturelles Faschingsfest, Recherchen und Plakate zum Thema: „Meine Muttersprache ist wichtig“ gestaltet, ein Sprachen-Domino gebastelt, Gebärdensprache gelernt, „Dialog im Dunkeln“ besucht.
Besonders hervorheben möchte ich die Basic-Sprachkurse, die von den Kindern selbst gehalten wurden und wodurch wir alle „Guten Tag“ und „Ich heiße……..“ in 9 verschiedenen Sprachen sagen können.
Auf diese Grundkenntnisse mit Hintergrundwissen zu den verschiedenen Kulturen und Traditionen können die SchülerInnen nun weiter aufbauen.
VoXmi macht einerseits die sprachliche und kulturelle Vielfalt unserer Schule sichtbar, und andererseits bestärkt VoXmi die Schüler/innen, zu ihrer Muttersprache und Kultur zu stehen. Die Wichtigkeit der Unterrichtssprache Deutsch als verbindendes Glied geht dadurch nicht verloren, sondern rückt umso mehr ins Bewusstsein aller.
Dir.Mag.Claudia Bouvier
VoXmi ist bei allen Schülern und Pädagogen in unserer Schule bekannt. Der Schulkoordinator stellt ein voXmi-Jahresthema, das gemeinsam mit den Schülern und einigen Lehrern ausgearbeitet wird. Die Umsetzung erfolgt im Regelunterricht und bei regelmäßigen gemeinsamen Zusammenkünften aller Beteiligten. Die Projektfortschritte werden auf die definierten Ziele überprüft. Das Ergebnis der Arbeit des gesamten Jahres wird am Schulende der Schulleitung, den Eltern, Schülern, Kollegen, Mitarbeitern des Hauses und Freunden des Hauses präsentiert.
Voxmi ist ein wesentliches Instrument der Schulentwicklung am BBI. Das Lernen Voneinander und Miteinander stellt die Mehrsprachigkeit und die unterschiedlichen Kulturen in unserem Schulleben in den Mittelpunkt und stärkt somit jede/en Einzelnen und die Schulgemeinschaft. Durch Voxmi sind alle Schulpartner motiviert in die Schulentwicklung eingebunden und tragen so einen wichtigen Impuls für ein gesundes Schulklima bei.