Landkarten aus Papier sind von gestern. Wer sich heute orientieren will, verwendet Handy oder Tablet. Dass es auch anders geht, erprobten die Schülerinnen und Schüler der 5B des BORG15 im Schuljahr 2014/15. Im Rahmen des Projekts „Atlas unsichtbarer Räume“ mit den Baukulturexpertinnen Antje Lehn und Johanna Reiner erstellten die Jugendlichen eine Karte des 15. Wiener Gemeindebezirks der etwas anderen Art, in der auch das Thema „Mehrsprachigkeit“ eine wichtige Rolle spielen sollte. Ziel war nicht nur eine Auseinandersetzung mit unserer mehrsprachigen Schulumgebung, sondern auch ein Austausch zwischen unserer Schule und unseren Nachbarn im Bezirk.
Die 5B erwies sich als geradezu prädestiniert für ein solches Projekt, sprechen doch fast alle mindestens eine weitere Sprache außer Deutsch und den in der Schule gelernten Fremdsprachen. Dies fanden wir durch eine Auseinandersetzung mit dem Thema „Mehrsprachigkeit“ im Deutschunterricht heraus.
Im Anschluss daran stand eine Erkundung der Schulumgebung mit dem Fokus auf das Thema „Mehrsprachigkeit“ auf dem Programm: Dabei portraitierten die Schülerinnen und Schüler Zeichen der Mehrsprachigkeit im öffentlichen Raum (etwa mehrsprachige Beschilderungen), interviewten mehrsprachige Anrainer, notierten Sätze in fremden Sprachen und besuchten das nahegelegene Cafe PROSA, Treffpunkt und Bildungszentrum für jugendliche Flüchtlinge. Die Fundstücke dieser Stadt-Expeditionen wurden im BE- und Deutschunterricht kreativ verarbeitet und zu einer großen gemeinsamen Karte zusammengefügt.
Zum Abschluss des Projekts wurden die Ergebnisse an einem Projekttag in der letzten Schulwoche mit Expertinnen und Experten diskutiert. Das Fazit: Wer Karten zeichnen kann, kann Räume beschreiben, gestalten, Veränderungen einfordern, seine eigene Perspektive einbringen. Mehrsprachig natürlich.
Fotos: Antje Lehn / Johanna Reiner
Wir Kinder der Nachmittagsgruppe hatten großen Spaß beim Buchstabieren und Fotografieren!
Unser Tipp: Bewegt euch und buchstabiert mit!
Das integrationspolitische Projekt der Bundesregierung ZUSAMMEN: ÖSTERREICH bietet Schulen die Aktion „Integrationsbotschafterinnen und -botschafter“ an. Es handelt sich dabei um rund 300 Personen, die als Beispiel für gelungene Integration gelten. Sie diskutieren als Integrationsbotschafter mit Schülerinnen und Schülern und wollen ihnen zeigen, was sie erreichen können.
Am 9.10. konnte das BRG Kepler Shanti D’Sa, Cedric Mayer, Ümmügülsüm Deveci, Pujan Rohani und Maghy Saad als Gäste willkommen heißen, die den Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klassen ihre persönliche Geschichte erzählten und mit ihnen anschließend diskutierten. Nach eineinhalb interessanten Stunden waren sich alle Beteiligten einig: Es war eine äußerst gelungene Veranstaltung, die sicherlich dazu beitrug, dass das Miteinander am BRG Kepler weiterhin sehr gut funktionieren wird.
Der 21. September, an dem die Vereinten Nationen den Weltfriedenstag feiern, soll an ein friedvolles Miteinander erinnern. Das Motto des Weltfriedenstages 2015 lautete: „Partnerships for peace – Dignity for all“. Die vom ehemaligen UNO-Generalsekretär Kofi Annan ernannte Friedensbotschafterin Dr. Jane Goodall ermuntert Kinder und Jugendliche „Peace Doves“ zu basteln. In diesem Jahr entschlossen sich auch die Schülerinnen und Schüler der 2a im Rahmen des GSK-Unterrichts bunte Friedenstauben und ein Plakat über Bertha von Suttner zu gestalten. Mit viel Engagement wurde auch über das heurige Motto diskutiert.
An jedem 25.9. wird in ganz Österreich vom UN-Flüchtlingskommissariat UNHCR „Der lange Tag der Flucht“ veranstaltet. Die3a- und 3b-Klasse besuchten im Rahmen des GSK-Unterrichts den Workshop „projektXchange – Austausch macht Fremde zu FreundInnen“, der vom Österreichischen Roten Kreuz durchgeführt wird. Im Vorfeld wurde von den Schülerinnen und Schülern schon fleißig an Plakaten, Referaten und Fragen gearbeitet. Die Sozialarbeiterin Elisabeth Grabner und die Integrationsbotschafterin Aida Cordic aus Bosnien-Herzegowina bemühten sich, Vorurteile und Ängste abzubauen und zu vermitteln, wie wichtig gegenseitiges Verständnis und ein offenes Miteinander sind.
Projektwoche NMS Dr. Renner 2a
Wir überlegten uns, was Worte tun, bewirken, welche Gefühle sie hervorrufen und welche Reaktionen sie verursachen können. Wir lernten verschiedene Sprechtechniken kennen, beschäftigten uns mit der Körpersprache und mit den durch Sprache ausgelösten Gefühlen. Dazu luden wir uns einen Theaterpädagogen ein, der mit uns verschiedene Alltagssituationen durchspielte. Die Kinder übernahmen alle Rollen selber und fühlten sich in die jeweilige Situation hinein.
Ebenso beschäftigten wir uns mit Klang und Sprache. Klänge können Stimmungen und Geschichten erzählen. Dazu hörten wir uns in die Geschichte „Peter und der Wolf“ ein, stellten selber mit Orff-Instrumenten Stimmungen, Geschichten und Gefühle nach. Danach versuchten wir selber Texte zu einem Rap zu schreiben und nahmen diese mit Mikrofon auf.
Nach vielen Stunden des Arbeitens war es endlich so weit. Der 10. Juni war gekommen – der Tag der Zertifizierung. Wir alle freuten uns, die Arbeiten der letzten drei Jahre zu präsentieren, besonders stolz sind wir auf das heurige voXmi-Jahr. Es ist uns gelungen alle Schülerinnen und Schüler am Projekt „Lebensspuren im gemalten Labyrinth der Sprachen“ teilnehmen zu lassen.
Am Tag der Zertifizierung gab es ein großes Fest an der Schule. Viele Eltern, Schülerinnen und Schüler, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses und des Stadtschulrates waren gekommen um an der feierlichen Präsentation der Lebensspuren – hörbar als Audio und sichtbar gemacht auf Leinwänden – teilzunehmen.
Umrahmt wurde die Feier von den Chören „Joy“ und den „Wittelsbacher Spatzen“. Im Anschluss daran gab es noch ein gemütliches Beisammensein.
Beatrix Himmer
Anlässlich des Europäischen Tages der Sprachen besuchte die 4a-Klasse am 24. September einen Workshop zur Gehörlosensprache und Gehörlosenkultur.
Viel Neues und Interessantes gab es da zu erfahren.
Wie Gehörlose Ihren Alltag bewältigen, wie sie miteinander und mit Hörenden kommunizieren. Auf welche Probleme sie stoßen und wie sie möchten, dass man über sie spricht und denkt, das haben uns die gehörlose Leiterin des Workshops und ihre Dolmetscherin näher gebracht.
voXmi startet das Schuljahr mit einem Netzwerktreffen der besonderen Art: voXmi-Lehrer/innen aus Wien und der Steiermark treffen sich auf dem Schulschiff und tauchen ein in die eLSA-Community. Einige neue voXmi-Schulen sind dabei und auch drei Studentinnen der PH Wien, die voXmi in diesem Jahr im Rahmen ihrer Bachelorarbeit beforschen wollen. Auch starten die voXmi-Schulen mit einem gemeinsamen eTwinning Projekt zum voXmi-Jahresthema „Kooperation mit Eltern“
Am BRG Kepler werden vier Sprachen unterrichtet: Englisch, Französisch, Latein und Spanisch.
Dass Sprachen zu lernen heute notwendig und von großem Nutzen ist, wird niemand mehr bestreiten.
Dass es aber neben den Schulsprachen auch eine erkleckliche Anzahl an Schülersprachen am BRG Kepler gibt, zeigt das folgende Video:
http://youtu.be/hyv3CSWyKG8
Ein Sprachenschatz, der wohl noch gehoben werden möchte.
voXmi-Gruppe 5a, 5b des BRG Kepler